Dummyarbeit

Dummyarbeit … was ist das überhaupt? Einfach beantwortet, ist es das Apportieren. Allerdings geht es über das allseits bekannte „Stöckchen holen“ weit hinaus. Das Hinterherlaufen und Zurückbringen vom Stöckchen ist einfach, das schaffen viele Hunde. Dies allerdings kontrolliert und nach bestimmten Regeln zu tun, das ist Dummyarbeit.

Der Ursprung liegt in der Jagd. Bei der Jagd wird der Hund geschickt, um geschossenes Niederwild (Kaninchen, Fasan, Ente, etc.) zu holen. Aus ethischen und praktischen Gründen wird der Hund nicht am Wild ausgebildet. Deshalb wird der Hund geschickt, um Wild-Attrappen zu holen, eben das sogenannte Dummy.

Viele Menschen suchen für ihren Retriever eine artgerechte Beschäftigung. Die Dummyarbeit ist optimal, da sie den Hund sowohl körperlich, als auch mental auslastet und ihm sichtlich Freude bereitet. Allerdings soll der Hund meist nicht jagdlich geführt werden. Somit bleiben viele Retriever bei der Dummyarbeit, ohne je ein Stück Wild geholt zu haben. Mensch und Hund betreiben diese Beschäftigung dann aus sportlicher Sicht, was dem Hund nicht minder Spaß bereitet.

Das Schöne daran ist, dass diese Art der Beschäftigung auf vielen Ebenen betrieben werden kann. Von „Just for Fun“ als anspruchsvolles Apportieren zwischendurch auf dem Spaziergang, über den leistungsbezogenen Dummysport, bis hin zur jagdlichen Führung.

Es ist nur fair, dem Retriever das zu bieten, was er verlangt. Lange Spaziergänge und Agility sind zwar nett, bieten dem Retriever aber nicht das, was ihm die Dummyarbeit bringt. Jeder der Dummytraining macht, wird bestätigen können, dass sein Retriever daran besonders viel Spaß hat, dabei aufblüht und es einfach zum Retriever dazugehört. Darüber hinaus, hat dies noch einen weiteren angenehmen Effekt. Letztlich ist der Retriever ein Jagdhund und es ist doch schön, wenn er gelernt hat, nicht jedem Stück Wild hinterherzulaufen.

Ich kann nur jedem empfehlen, nach der Grundausbildung, die jeder Hund erfahren sollte, zumindest ein Einsteigertraining für die Dummyarbeit zu machen.