Aufgabe: Walk-up mit Memory-Mark

Während eines Walk-ups fällt eine Markierung. Der Walk-up geht weiter, bis die Markierung dann von anderer Position gearbeitet wird.

Ziel

Prüfen der Merkfähigkeit und der Annahme von Gelände.

Voraussetzungen

Der Hund kann auf Voran eingewiesen werden.

Beschreibung

Während eines Walk-ups fällt eine Markierung schräg vor das Gespann. Der Walk-up wird fortgesetzt, bis man an der Markierung vorbei ist. Dann wird der Walk-up beendet und die Markierung gearbeitet.

Der Ablauf:

  1. Das Gespann geht den Walk-up in Freifolge.
  2. Dann das Zeichen für die Markierung. Das Gespann bleibt stehen.
  3. Der Hundeführer wirft schräg nach vorn über den Geländeübergang ein Dummy, dass der Hund markiert.
  4. Der Walk-up wird fortgesetzt.
  5. An der Markierung vorbei bleibt das Gespann nun stehen und dreht sich zur Fallstelle.
  6. Der Hund wird geschickt und sollte in gerader Linie schräg über den Geländeübergang voran gehen.
  7. Nach dem Pick sollte der Hund wieder in gerader Linie zurückkommen.

 

Der Walk-up in Freifolge (1) erfolgt parallel zu einem Geländeübergang (Weg, Graben, Gebüsch, Bach). Das Zeichen für die Markierung (2) kann jedes beliebige Hörzeichen sein, dass für Markierungen bisher verwendet wird. Auch ein Schuss ist möglich (für jagdliche Führung praxisrelevant). Hauptsache der Hund wird aufmerksam, um die Markierung zu sehen. Der Hundeführer wirft (3) das Dummy schräg nach vorn, über den Geländeübergang an einen markanten Punkt (Baum, Strauch, Pfahl) … und gibt dem Hund die 2-3 Sekunden Zeit, sich die Fallstelle einzuprägen, bevor der Walk-up fortgesetzt wird (4). Wenn der Walk-up beendet wird, dreht sich das Gespann zur Fallstelle. Wie immer kann man hier mit „Apport“ oder „Voran“ schicken (6). Ich bevorzuge hier das Einweisen und das Senden mit „Voran“.

Die Gefahr, dass der Hund durch den schrägen Geländeübergang von der geraden Linie abweicht und nicht direkt zum Dummy findet, ist groß. Sollte dies passieren und der Hund nicht selbständig seine Markierung ausarbeiten, muss man korrigierend eingreifen.

Variationen

Der Geländeübergang kann schwerer oder leichter gemacht oder auch ganz weggelassen werden. Falls das schräge Schicken über den Geländeübergang zu schwer erscheint, kann man nach der Markierung den Walk-up auch bis zur Höhe der Fallstelle fortsetzen, um den Hund dann genau im rechten Winkel über den Geländeübergang zu schicken.

Fazit

Eine Aufgabe, die doch anspruchsvoller ist, als man zunächst denkt. Allerdings kann man diese auch sehr vereinfachen. Schön ist, dass man diese auch während des täglichen Spaziergangs einbauen kann.

Ich hoffe, Ihr habt Spaß beim Üben. 🙂

 

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