Wandern an der Inde im Mai 2014

IMG_2249Statt Eifel oder Laufenburger Wald, habe ich mich heute für eine Kurzwanderung in nächster Nähe entschieden. Es sollte an der Inde entlang gehen. Einige Streckenabschnitte kannte ich schon durch Spaziergänge und Bike-Touren, andere waren mir gänzlich neu. Aber eines hatten sie alle gemeinsam … sie waren schön. Das Frühjahr ist für solche Aktionen eben doch die schönste Zeit.

Und da die Inde direkt vor der Haustüre liegt, sind wir auch genau da gestartet. Über die Haus- und Hofstrecke über die Felder an der Inde entlang. Die Wege sind ziemlich gut zum Wandern und Biken geeignet und führen meist recht nah an der Inde entlang. Durch das dichte Grün jetzt im Frühjahr kann man die zwar nicht immer sehen, dafür bieten die vielen unterschiedlichen Pflanzen einen tollen Anblick. Zumindest optisch ist die Re-Naturierung sehr gut gelungen.

Für diejenigen, die nicht von hier kommen: Die Gegend hier ist stark dem Tagebau unterworfen. Die Inde wurde jahrelang begradigt, teils durch Kanäle am Tagebau vorbei und quer hindurchgeführt. Meine Wanderstrecke führt durch eine Gegend, in der ganz früher Dörfer, Höfe und Wälder gestanden haben, die irgendwann dem Tagebau zum Opfer gefallen sind. Selbst ich kann mich noch erinnern, dass ich bei manchen Streckenabschnitten meiner Wanderung früher von der sogenannten „Tagebaurandstraße“ ins Loch geschaut habe.

Nach dem Braunkohle-Abbau in diesem Abschnitt hat man dann begonnen die Gegend zu Re-Naturieren. Klar erkennbar, an den teils noch sehr jungen Pflanzungen. Auch die Inde hat man wieder verlegt. Hier hat man sich an den ursprünglichen Verlauf orientiert und nun fließt die Inde wieder in einem naturbelassenen Flussbett. Auch die Tierwelt scheint es gut angenommen zu haben. Heute leider zur falschen Zeit unterwegs, trifft man nicht selten auf Hase, Fuchs, Reh, Fasan und Ente.

Zwar flach und für alpine Liebhaber eher langweilig, macht es das Wandern angenehm. Neben der wechselnden Pflanzenwelt, zwischen dichtem Buschwerk, Jungwald, Naturufern direkt an der Inde und Wildwiesen mit schönen Wildblumen, bieten einige Stellen immer einen neuen Blick auf die Heimat. Das macht mich immer glücklich, hier in dieser Gegend zu wohnen.

Im Prinzip sind wir einmal bis zur Hälfte (ca. 12 Kilometer) um das Tagebauloch gewandert. Die andere Hälfte hätte eigentlich durch Pier geführt. Das ist jedoch mittlerweile dem Tagebau ebenfalls zum Opfer gefallen und wir hätten es komplett umwandern müssen. Nochmal ca. 16-18 Kilometer waren uns für unsere Spontanwanderung zuviel. Und so endete unser Ausflug nach viereinhalb Stunden in Kirchberg.

Anbei einige Bilder. Vielleicht machen die Lust auf eigene Wandertouren mit Hund. Und ergibt sich auch mal eine gemeinsame Hundetour.

 

Ein Gedanke zu “Wandern an der Inde im Mai 2014

Kommentar verfassen