Wäller Wind 2014

DSC00815We’re back!

Am Sonntag, den 02.11.2014 machten wir uns früh morgens auf den Weg nach Rabenscheid im Westerwald, um dort am Workingtest Wäller Wind teilzunehmen. Nachdem wir letztes Jahr als Schnupperer dort waren, starteten wir diesmal in der A-Klasse. Und wie der erste Satz schon vermuten lässt, lief es gut. Wie mit We’ll be back angekündigt, haben wir Wort gehalten 🙂

In den letzten Wochen hatten wir intensiv an dem mentalen Problem gearbeitet, welches uns den letzten Workingtest verhagelt hatte. Zwar noch nicht ganz im grünen Bereich, war es jedoch möglich, genau zum richtigen Zeitpunkt die Leistung punktgenau abzurufen.

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Schon vor dem Start völlig entspannt.

Die angekündigten sommerlichen Temperaturen und der strahlend blaue Himmel blieben aus und es wurde nur hellgrau. Für die Arbeit waren es jedoch optimale Bedingungen wie ich finde: Um die 10° herum, leichte Bodenfeuchtigkeit, jedoch nicht nass, kein Regen und leichter Wind mit teils leichten Böen. Jacke und gute Laune wärmten ausreichend und so machten wir uns zu dritt (Michaela war diesmal auch dabei) auf den Weg zu unserer ersten Aufgabe.

Die Aufgaben

1. Aufgabe – Memory-Markierung in schwerem Gelände

Eine Markierung mit Schuss, mitten im Wald, im schweren Gelände, mit einem dicht bewachsenen Untergrund, hohen Gräsern und Farn und Modder. Nach dem Schuss fiel die Markierung in ca. 35 Metern Enternung und durfte nach Freigabe gearbeitet werden.

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Warten auf die erste Aufgabe

Nach ca. 5 Sekunden kam die Freigabe der Richterin und ich schickte Penny zum Apport. Zielgerichtet lief Penny zur Fallstelle und wurde auf der richtigen Höhe langsamer – sie hatte die Entfernung also gut eingeschätzt. Durch den schwierigen Untergrund machte sie noch zwei enge Bögen, holte sich Wind, zeichnete, kam nach einem schnellen Pick-up direkt zurück, perfekte Abgabe und dass sie schnell war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Trotzdem gab es Punktabzug und für diese Aufgabe hatten wir 18 Punkte in der Tasche.

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Video 1. Aufgabe

2. Aufgabe – Markierung und kleine Suche

Hier wartete eine Doppelaufgabe auf uns. Auch hier wieder mitten im Wald, mit ähnlichen Voraussetzungen wie bereits in der ersten Aufgabe. Nach dem Schuss fiel die Markierung in ca. 25-30 Metern Entfernung. Danach sollte zunächst eine Suche rechts (ca. 15x15m) gearbeitet werden. Dort lagen im Bewuchs 2 Dummies, wovon eines geholt werden musste. Danach sollte die Markierung gearbeitet werden.

Nach dem Schuss fiel das Dummy für uns sehr ungünstig direkt hinter einem Baum. Ich hatte die Fallstelle nicht sehen können und Penny garantiert auch nicht. Jedoch hatte ich dadurch die Richtung. Dazu hatte ich direkt die Entfernung abgeschätzt, um das nachher beim Einweisen nutzen zu können. Schließlich arbeiten wir ja als Team 🙂

Jetzt drehte ich Penny nach rechts ein und schickte sie in die Suche. Wie gewohnt ging die Nase direkt nach unten und sie suchte den Bereich systematisch ab. Zügig fand sie ein Dummy, welches nicht tief lag. Nach der perfekten Suche kam jetzt der zweite Teil.

Da es eine Memory-Markierung war, stellte ich die Hand genau in die Richtung und schickte Penny voran. Bei dem dicht bewachsenen Boden, der kurzen Distanz, der Schnelligkeit von Penny und im Hinterkopf die unklare Markierung, habe ich direkt an der Fallstelle den Suchenpfiff gegeben. Und zack, sie bögelte kurz, nochmal an der Stelle der zweite Suchenpfiff und da war es dann auch schon. Wie auch beim ersten mal, schnelles Pick-up, direkter Rückweg und perfekte Abgabe.

Hier konnten wir stolze 19 Punkte erreichen.

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Video 2. Aufgabe

3. Aufgabe (Kombi 1. Teil) – Markierung in einen Wassergraben

Hier stand das Gespann auf einer Wiese, die ca. 7 Meter links der Länge nach, also in Arbeitsrichtung, durch einen schmalen Wassergraben getrennt wurde. Unmittelbar links von dem Wassergraben, in ca 60-65 Metern Entfernung stand ein Helfer, welcher nach dem Schuss eine Markierung in Richtung Gespann warf und zwar genau in den Wassergraben. Nach der Freigabe konnte die Markierung gearbeitet werden.

Nach dem Schuss fiel das Dummy wie geplant in den Wassergraben und nach ca. 3 Sekunden bekam ich die Freigabe. Penny ging in genau die richtige Richtung. Statt jedoch im Wassergraben zu suchen, ging sie darüber hinaus und suchte zunächst auf der linken Wiesenhälfte. Jedoch besann sie sich, kam auf die richtige Höhe zurück und ging dort in den Wassergraben. Dort setzte ich den Suchenpfiff und sie brachte mir das Dummy zurück.

Beim ersten Anlauf hätte ich sie mit dem Suchenpfiff genau landen können. Da ich mir jedoch sicher war, dass sie das Dummy auf Anhieb findet (schließlich hatte sie den Graben auch nicht übersprungen, sondern war zunächst darin verschwunden), hatte ich mir das gespart. Schade. Und den zweiten Suchenpfiff hätte ich mir schenken können, denn in dem Moment als ich pfiff, sah ich, dass sie zeichnete.

Wir kassierten hier 17 Punkte.

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Video 3. Aufgabe und Beginn 4. Aufgabe

4. Aufgabe (Kombi 2. Teil) – Markierung im Wald

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Gespannt was noch kommt

Der Hund sollte nach der Abgabe bei Aufgabe 3 sitzen bleiben. Der Hundeführer ging mit dem Richter in den Wald hinein. Dann wurde der Hund abgerufen. Es fiel mit Schuss eine Markierung in ca. 25-30 Metern Entfernung. Die Markierung war sehr schwer, denn der Helfer stand hinter einem Baum, die Flugbahn wurde durch viele Bäume verdeckt und der Bewuchs war dort außergewöhnlich hoch. So konnte weder Anwurf, noch Fallstelle und nur sehr wenig von der Flugbahn gesehen werden. Nach der Freigabe konnte der Hund geschickt werden.

Penny abzusetzen war kein Problem. Etwas hochgedreht brauchte sie diesmal zwar ein Kommando aber es klappte. Der Abruf mit Doppelpfiff funktionierte auch einwandfrei. Dann fiel der Schuss und ich sah das Dummy kaum fliegen. Konnte jedoch, im Gegensatz zu Penny, die Fallstelle erkennen. Nach der Freigabe startete Penny genau in die richtige Richtung durch. Leider überlief sie kurz das Dummy, stoppte aber schnell und kam wieder zurück. Ob sie hier Wind bekommen oder die Entfernung doch gut eingeschätzt und sich daran erinnert hatte, kann ich nicht sagen. Auf dem Rückweg pickte sie das Dummy im Vorbeilaufen und brachte es zurück.

Durch das kurze Überlaufen gab es leider Punktabzug. Hier nahmen wir 18 Punkte mit.

5. Aufgabe – Markierung und beschossenes Blind im Wald

Und wieder im Wald, stehen wir auf Wurzeln unmittelbar vor einem Moddergraben, dahinter dichter Wald mit viel Bewuchs. Nach dem Schuss fällt eine Markierung in ca. 30 Metern Entfernung. Nach der Freigabe wird die Markierung gearbeitet. Auf dem Rückweg wird an gleicher Stelle ein weiteres Dummy ausgelegt. Es fällt ein Schuss und das Blind kann ohne weitere Freigabe gearbeitet werden.

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Nochmal Ruhe vor der letzten Aufgabe

Nach dem Schuss fiel die Markierung. Leider 3 Meter weiter rechts als angekündigt und somit ohne den einzig markanten Baum als Orientierung. Nach der Freigabe schickte ich Penny zum Apport. Die schoss los, mit einem Sprung über den Moddergraben direkt in den Wald, pickte das Dummy punktgenau auf, drehte sich auf der Stelle und kam blitzschnell wieder zurück. Nach der Abgabe, noch während sie sich ins Fuss drehte, fiel bereits der nächste Schuss. Ich stellte die Hand und schickte sie erneut. Wieder startete sie direkt durch und wieder pickte sie das Dummy punktgenau auf und kam auf direktem Wege zurück.

„Was soll ich denn für so eine blitzsaubere Arbeit bitteschön abziehen?“, fragte der Richter. Und so ergatterten wir für diese Aufgabe die vollen 20 Punkte 😀

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Video 5. Aufgabe

Fazit

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Am Suchen-Lokal

Bereits die erste Aufgabe lief gut und gab Penny und mir Sicherheit und Auftrieb. Während ich noch etwas zweifelte, war sich Penny ganz offensichtlich sicher und legte bei der zweiten Aufgabe gleich nach. Vor der letzten Aufgabe hatte ich dann noch etwas Herzklopfen, ob wir da durch kommen würden. Mit der 20 lieferte mir Penny das kleine verzierte Schokostückchen was bei Torten noch auf das Sahnehäubchen kommt.  Nach Gänsehaut-Feeling festigte sich dann ein breites Grinsen auf meinem Gesicht, was ich einfach nicht mehr weg bekomme 🙂

Die Aufgaben waren dem A-Niveau angemessen und teils auch knackig. Entsprechend freut mich, dass wir 92 von 100 Punkten und damit ein Vorzüglich erreichen konnten. Ich bin hochzufrieden mit Pennys Leistung. Sehr schön, dass wir hier zeigen konnten, welchen Trainingsstand wir haben.

Natürlich hat es besondere Leckerchen geben. Und heute am Ruhetag, wartet auf meine Heldin noch ein schöner großer Knochen als Bonus auf sie. Bis dahin hat sie sich die Erholung verdient.

Peter mit Penny

PS   JESSSSSS 😀

 

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1 Kommentar zu „Wäller Wind 2014“

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