Dummyfarben aus Hundesicht

dummies_farben_normalWir wissen zwar, dass Hunde irgendwie anders sehen als wir aber wie genau und wie sich Farben für unsere Fellnasen darstellen, ist oft nicht klar. Wissenschaftliche Artikel und detaillierte Informationen wieso das so ist, gibt es genug. Was meist fehlt, ist der praktische Bezug. Und gerade der ist für uns Dummywerfer wichtig.

Das erste Bild stellt unsere Sicht auf die Farbenpracht der Dummies dar, sofern wir nicht farbenblind sind. Das grüne und das olive Dummy machen es uns auch schon nicht leicht, blau ist auch kaum besser erkennbar. Orange hingegen können wir sehr gut wahrnehmen. Genauso wie weiß und damit auch den schwarz-weißen Marker.

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Farben aus Menschensicht

Auf dem zweiten Bild wird die Sicht gezeigt, wie sie in ähnlicher Weise von unserem Hund wahrgenommen wird. Auch hier sind das grüne und das olive Dummy nicht sehr gut erkennbar. Das blaue Dummy hingegen schon etwas besser. Das orange Dummy ist jedoch, im Gegensatz zu unserer Sehleistung, sehr schlecht erkennbar. Das nur weiße Dummy und der Marker sind wiederum sehr gut erkennbar.

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Farben aus Hundesicht

Praxisbezug

Und was bedeutet das für die Praxis? Nun, selbst bei der Markierung geht es eigentlich nicht darum, dass sich der Hund die genaue Fallstelle merkt, sondern vielmehr darum, die Fallstelle zielgerichtet bis auf einen gewissen Umkreis zu erreichen. Die genaue Stelle wird der Hund dann über seine Nasenleistung ausfindig machen.

Das ist vielleicht nicht von vornherein klar, wenn man beginnt und die Markierungen auf einer kurzen Wiese fallen. Spätestens wenn man das Gelände wechselt und Markierungen auf hoch bewachsenen Wiesen, hinter Bäumen oder in Sträuchern fallen, wird klar, dass der Hund hier nicht zentimetergenau markieren kann.

Von daher muss er ein Dummy auch nicht gut sehen, sondern gut riechen. Das Sehen ist eigentlich nur während der Markierungsphase wichtig. Und dazu reicht folgende Unterscheidung: Heller Hintergrund (Himmel) = dunkles Dummy, Dunkler Hintergrund (Bäume) = helles Dummy. Im Normalfall kommt man mit einem Standarddummy, also grün, sehr gut klar.

Bei der Suche und beim Einweisen ist die Farbe, aus dieser Betrachtungsweise, damit völlig gleichgültig. Denn bei diesen Apportarten wird sich der Hund noch mehr auf seine Nase verlassen müssen, als bei der Markierung.

Möchte man dem Hund nun beim Apport vor Ort helfen, also dass der Hund das Dummy schneller findet, kann man gezielt eine für den Hund besser sichtbare Farbe einsetzen. Dazu zählen ganz klar die weißen Dummies, einschließlich der Markierer. Etwas abgeschwächt von der Sichtbarkeit kann man auch ein blaues Dummy einsetzen.

Seinem Hund so zu helfen, damit er möglichst schnell zum Erfolg kommt, ist durchaus eine gute Möglichkeit. Jedoch sollte man darauf achten, dass man solche Hilfen auch wieder abbaut, damit der Hund auch lernt, nicht ausschließlich auf Sicht zu arbeiten.

Das orange Dummy ist eher für den Menschen gedacht. In undurchsichtigem Gebiet kann man solch ein Dummy einwerfen und auch wiederfinden, falls es nicht apportiert wird. Für den Hund ist es genauso schwer zu erkennen wie ein grünes Dummy und kaum von Hintergrund zu unterscheiden.

Fazit

Wer seinem Hund beim Apport eine Hilfestellung geben möchte, setzt weiße Dummies, Marker oder blaue Dummies ein.

Wer seinem Hund mehr zutraut, als seiner eigenen Wurfleistung 😉 nimmt orange Dummies, die sich leichter wiederfinden lassen aber vom Apport an den Hund den gleichen hohen Anspruch verlangen.

 

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